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Blau weisses Muster porzellan sächsische manufaktur

Die über 300-jährige Geschichte der Manufaktur dient immer als Inspirationsquelle der Künstler. Formal stützen sie ihre Entwürfe auf historische Modelle und verwenden traditionelle Techniken, um ihre Werke zu schaffen, während sie sie gleichzeitig immer in einen neuen Kontext stellen. Diese Kombination aus fortbestehender Design- und Fertigungstradition und dem stilistischen Geist des heutigen Tages ist die Grundlage aller künstlerischen Produktionen der Meisenmanufaktur. Besonders hervorzuheben sind die prächtigen Vasen, Gefäße und Figuren von Ernst August Leuteritz, die auf den Weltausstellungen ausgestellt wurden. Leuteritz war unter anderem für die “Schlangenvasen” der Manufaktur verantwortlich. Dieses imposante Schiff wurde zu einem der Klassiker der Manufaktur. Mit dem Tod von Kaendler und Höroldt im Jahre 1775 verabschiedete sich MEISSEN von zwei der bedeutendsten Künstler der Manufakturgeschichte. Sie ebneten den Weg für die gesamte künstlerische Produktion Meisens. Das Blue Onion-Muster (in der Tat das Kopieren chinesischer Granatäpfel) ist seit fast drei Jahrhunderten in Produktion. Es wurde 1739 von Höroldt entworfen und ist wahrscheinlich von einer chinesischen Schale aus der Kangxi-Zeit inspiriert.

Das weit verbreitete Muster wurde von über sechzig Unternehmen ausgiebig kopiert; einige dieser Wettbewerber haben sogar das Wort Meisen als Markierung verwendet. Aber das Muster wurde so populär und weit verbreitet, dass der Bundesgerichtshof 1926 entschied, dass das Meidenzwiebelmuster in der Öffentlichkeit war. Er gehört zu den einflussreichsten Künstlern der sogenannten Marcolini-Ära, benannt nach Graf Camillo Marcolini, der 1774 zum neuen Manufakturdirektor ernannt wurde. Während dieser Zeit ersetzte ein stärkerer Fokus auf die architektonischen und ornamentalen Entwürfe der klassischen Antike lebendige Barockfarben durch camaeu oder monochromatische Malstile. Eine Zeit lang hat die Manufaktur sogar auf Verglasungen abgewendet. Schwarz und weiß – das Spiel der Kontraste ist ein zeitloser Klassiker auf dem Tisch und im Innenraum. Im Jahr 2000 entstand unter der Leitung von Ludwig Zepners und in Zusammenarbeit mit Orgelbauern die weltweit erste Orgel mit Pfeifen aus Meisen-Porzellan. Vase, um 1730, in indianischer Blume (“Indische Blumen”) imitiert den Kakiemon-Stil von Arita Porzellan, Japan. Anlässlich des 200. Todestages von Augustus dem Starken wurde 1933 eine Neuinterpretation des “Ehrentempels” ans Leben gegeben.

Der “Ehrentempel” wurde 1748 von Johann Joachim Kaendler geschaffen und soll am 5. März 1749 anlässlich des Namenstages Friedrich Augustii. Das Herzstück im Stil eines Triumphbogens aus 123 Einzelteilen ist das größte seiner Art aus Meisener Porzellan.

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